Frauen ticken anders
05.03.2008 | Sportswear News

- Coach Thomas Kottmann
Frauen und Führung aus der Sicht von Coach Thomas Kottmann, Trainingsunternehmen Kottmann & Partner, Paderborn
Frauen haben die größere soziale Sensibilität. Frauen haben ein besseres Gefühl für das Risiko und sind in Stressphasen ideale Führungskräfte. Aber Frauen fehlt es oft an Selbstbewusstsein. Sie lassen sich generell zu schnell von den rhetorischen Tricks der Männer beeinflussen. "Wenn du es geschafft hast, zeige es."
Frauen sind oft zu bescheiden und überlassen den Männern die Bühne - ihr Selbstmarketing ist unterentwickelt. Es gibt unterschiedliche Rituale des Erfolgs. Männer neigen eher dazu, Projektabschlüsse mit ausgelassenen Siegestänzen zu feiern und ein niedergekämpftes Problem wie eine erlegte Beute zur Schau zu stellen. Frauen dagegen empfinden dies nur als peinliche Self-Promotion. Männer zeigen eher, dass sie nach vorne wollen: "Rivalisiere erfolgreich und zeige dich solidarisch mit denen, die es bereits geschafft haben" - dieses Kraftfeld liefert zweierlei: Spannung und Sicherheit. Die Lektion für Frauen lautet: Wer seine eigenen Qualitäten stolz präsentiert, hilft dem Entscheider, "Ja" zu sagen. Hier weichen Frauen zurück. Dem männlichen Tunnelblick steht der "Multi View" der Frau gegenüber, die Fähigkeit, einen Bildermix zu verarbeiten, während der Mann die Vereinfachung sucht - und oft im Ziel am realen Chaos scheitert. Sieger feiern sich selbst und warten nicht erst auf das Urteil der Experten oder der Geschichte. Frauen müssen sich mehr positionieren auf der Bühne des Business. Das Motto: Hilf’ dem Chef, sich für dich zu entscheiden!
