Was sind die Gemeinsamkeiten zwischen TURBO2™ und anderen Ansätzen und Methoden im Coaching und wie unterscheiden sie sich?

Wie alle Coaching-Methoden zeichnet sich auch TURBO2™ durch die Orientierung am Klienten, an seiner Weltsicht und den daraus resultierenden Einschränkungen seines Handlungsspielraums aus, die es zu beheben gilt. TURBO2™ ist kompatibel und integrationsfähig mit einer ganzen Reihe von Ansätzen und Methoden im Coaching.


Ganz grundsätzlich teilt TURBO2™ seine Wesensart insbesondere mit dem systemisch-konstruktivistischen Ansatz, der in verschiedenen Ausprägungen in der Psychologie und Psychotherapie – und in der Folge auch im Coaching – weit verbreitet ist. Dieser Ansatz gründet sich auf die neurobiologisch untermauerte Erkenntnis, dass sich das Gehirn seine Welt gleichsam selbst erschafft, also nicht einfach eine außen gegebene Welt abbildet (vgl. Maturana, Varela, v. Foerster). Damit ist aber nicht gesagt, dass alle Menschen nur ihnen zugängliche Welten produzieren. Vielmehr erkennt der Ansatz an, dass dieses 'Welt-Erschaffen' des Individuums immer im Kontext komplexer Beziehungssysteme geschieht, in denen der Sinn von Kommunikation und Verhalten manifest wird und in denen die Sinnkonstitution des Individuums mit gestaltet wird (vgl. Luhmann, Bateson). TURBO2™ fragt nach den Konstruktionen von Klienten, die ihnen das Handeln im Kontext mit anderen erschweren und verbindet so konstruktivistische mit systemischen Aspekten.


Aufgrund dieser konstruktivistischen Grundlegung ist TURBO2™ mit allen Ansätzen vergleichbar, die einer ganzheitlichen Orientierung folgen (das ontologische Coaching, etwa nach Flores, wäre ein Beispiel): Denn das Augenmerk von TURBO2™ richtet sich zum einen auf die allgemeinen Eigenarten eines Menschen, der in seiner Ganzheit und seiner ganz eigenen Weltsicht anerkannt und verstanden werden soll. Zum anderen richtet sich die Aufmerksamkeit auch auf die Möglichkeit der Veränderung von einzelnen Eigenschaften in ganz spezifischen Situationen. Mit NLP teilt TURBO2™ die Überzeugung, dass das Denken, die Weltwahrnehmung und die Sprache des Menschen miteinander verbunden und durch Gewohnheiten strukturiert sind, und dass diese Gewohnheiten wenn nötig verändert werden können, wobei TURBO2™ die im Klienten selbst vorhandenen Ressourcen in den Vordergrund stellt. Im Sinne der Positiven Psychologie (z.B. Maslow, Seligmann, Csikszentmihalyi) wird TURBO2™ eingesetzt, um Stolpersteine aus dem Weg zu räumen, die das Glücklichsein des Klienten verhindern. Und schließlich sind auch Elemente des Verhaltenscoachings vertreten, denn in den jeweils zweiwöchigen (oder kürzeren) Anwendungsphasen geht es um das Einüben von Verhaltensweisen auf Grundlage der geänderten Einstellung.