Worauf basiert TURBO2™ und wie funktioniert es?
Die Grundlagen von TURBO2™ sind neurobiologische Erkenntnisse über die Funktionsweisen des Gehirns. Was wir über die Ausschüttung von chemischen Botenstoffen im Gehirn (u. a. Dopamin, Acetylcholin und Serotonin) und über die neuronalen Prozesse bei der Entwicklung und Veränderung von Automatismen sowie beim Lernen von Neuem wissen, können wir mit TURBO2™ gezielt und effizient anwenden.
Das Grundprinzip von TURBO2™ besteht darin, automatische Reaktionsweisen auszuschalten, die sich 'eingeschliffen' haben, aber nicht oder nicht mehr erfolgversprechend sind. Automatismen sind nichts anderes als relativ dauerhafte Verschaltungen zwischen Nervenzellen, die Informationen und Impulse weiterleiten: Durch häufige Aktivierung derselben Verbindungen, wenn man also z.B. in bestimmten Situationen immer wieder in dieselbe Richtung denkt oder ähnlich handelt, wird der Aufwand immer geringer, den das Gehirn treiben muss, um diese Informationsbahnen zu nutzen. Schon ein winziger Impuls reicht dann am Ende aus, um das ganze komplexe Geflecht von Impulsen abzurufen, das einst nach und nach konstruiert werden musste. Nichts anderes liegt dem Lernen als Prinzip zugrunde. Nur so kann der Organismus überhaupt komplexe Aufgaben bewältigen, er kann seine Energien effizient anwenden und erlangt Sicherheit in vielen Situationen. Man denke daran, wie mühsam, in einzelnen Schritten und durch sukzessive Steigerung der Komplexität man Tätigkeiten erlernt hat, die man heute sicher und effizient erledigt, ohne – im wahrsten Sinne des Wortes – darüber nachzudenken: etwa das Schreiben oder das Autofahren.
Aber dieses Prinzip hat auch den Nachteil, dass man automatisch Denk- und Verhaltensmuster abruft, die z.B. einer neuen Situation nicht oder nicht mehr angemessen sind. Dann handelt man zwar sicher, aber nicht mehr effizient, weil man nicht die Wirkung erzielt, die man sich erhofft. Man muss Automatismen, die sich als negativ erwiesen haben, deshalb 'verlernen'. Hier setzt TURBO2™ ein, denn es ersetzt den als negativ empfundenen Auto-matismus (T = Thema und U = Unsicherheit) durch eine andere Denkweise und Handlungsdisposition. Dies geschieht, indem aus dem Bestand als positiv eingeschätzter Eigenschaften der Person (R = Ressource) eine gewählt wird, die mit einem Signal (B = Blitz) verbunden wird. Durch ein Sich-Einlassen auf diese neue Verbindung (O = Offenheit) wird eine neue Verschaltung zwischen den Impulsen aus der nach wie vor gleichen Situation einerseits und der nun anders gewählten Denkweise andererseits hergestellt. Diese wird in Teilschritten in den jeweils folgenden zwei (2) Wochen/ Tagen/ Stunden eingeübt.
